Saison 25/26

Wijk aan Zee 2026

Vom 17.Januar – 01.Februar findet das traditionsreiche Turnier in Wijk aan Zee statt. Die Besonderheit beim „Wimbledon des Schachs“ in diesem Jahr: Vincent Keymer führt die Setzliste an (zugegeben er hat nur einen ELO-Punkt mehr als Arjun Erigaisi) und mit Matthias Blübaum ist sogar ein zweiter Deutsche im Masters mit von der Partie. Weltmeister Gukesh Dommaraju gehört ebenso dem Feld an wie die Kandidaten Anish Giri, Praggnanadhaa Rameshbabu und Javokhir Sindarov. Bemerkenswert ist auch das Durchschnittsalter der Teilnehmer, von denen Giri mit 31 Jahren der Älteste ist: mit 23 Jahren ist es das jüngste Teilnehmerfeld aller Zeiten, dabei spielen sechs der Top-12 der Weltrangliste mit.

Nach zehn von dreizehn Runden führt Nodirbek Abdusattorov das Feld mit 6,5 Punkten an. Dahinter folgen Javokhir Sindarov, Jordan Van Foreest und Matthias Blübaum mit je 6 Zählern. Blübaum hat dabei nicht nur das innerdeutsche Duell gegen Vincent Keymer gewonnen, sondern bezwang auch Weltmeister Gukesh und Grand-Swiss-Sieger Anish Giri. Damit hat Blübaum in der Live-Weltranliste erstmals die 2700er-Marke geknackt (als dritter Deutsche nach Arkadij Naiditsch und Keymer) und kletterte auf Rang 32. Keymer auf Platz sieben hat wie Spitzenreiter Abdusattorov zwar schon vier Siege auf dem Konto, musste aber auch viermal das Brett als Verlierer verlassen, wobei er sich meist selbst in die Bredouille gebracht hatte. Auch Gukesh (drei Niederlagen) hat 5 Punkte auf dem Konto, dabei aber immer noch mehr als die anderen hoch gehandelten Inder Praggnanandhaa (4,5) und Erigaisi (4).

Nodirbek Abdusattorov stand in den letzten drei Jahren jeweils kurz davor da Turnier zu gewinnen, diesmal gelang ihm dies mit 9 Punkten vor Landsmann Javokhir Sindarov (8,5) sowie Jorden Van Foreest, Hans Niemann und Vincent Keymer (je 7,5). Sindarov blieb als einziger im Turnier ungeschlagen und gewann vier Partien, Abdusattorov dagegen deren sechs. Auch Keymer kam auf sechs Siege, musste aber auch vier Niederlagen hinnehmen. Immerhin verteidigte der Setzlistenerste Weltranglistenposition vier und seine ELO-Zahl. Matthias Blübaum wurde mit 7 Punkten sehr guter Sechster, auch wenn ihn seine Niederlage gegen den Turniersieger wieder knapp unter 2700 drückte (aktuell #34 mit 2697,5).
Im Challengers setzte sich Andy Woodward mit 10 Punkten vor Altmeister Vasyl Ivanchuk (9,5) und Aydin Suleymanli (9) durch. Der 14-jährige Christian Glöckler gewann das Qualifier mit 8,5/9 und darf damit nächstes Jahr im Challengers mitspielen.

Vorbericht beim Schachbund
Vorbericht bei Chessbase
Rückblick Wijk aan Zee 1976
Bericht beim Schachbund

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