2. MannschaftAllgemeinSaison 25/26

Bezirksliga 2a – 5.Spieltag

Mit nicht allzu großen Erwartungen ging unsere 2. Mannschaft in die Heimbegegnung gegen die SG Mühlhof-Reichelsdorf/Schwabach, und die wurden dann auch nicht enttäuscht. Nominell waren uns unsre Gäste an jedem Brett überlegen die klare Niederlage hätte so dann aber auch nicht sein müssen.

Es ging los an Brett 8, wo nach eineinhalb Stunden unser Niklas Rebler unter Druck stehend vergaß seinen Turm in Sicherheit zu bringen, wonach alles auseinanderfiel:

Es folgten nach 2,5 Stunden Remisen an den Brettern 5 (Christian Junker) und 7 (Johannes Hierl), über die man insgesamt nicht meckern darf. Klar, wenn man bedenkt, dass Jojo und ich uns vor der Begegnung gegenseitig versichert hatten, was wir alles mit unseren Gegnern anstellen würden („zack! Zack! ZACK!“) war es dann doch ein bisschen wenig…

Es folgte eine denkwürdige Niederlage unseres Captains F.X. Beer (Brett 3) gegen einen der bisherigen Liga Topscorer (4 aus 4!) In der folgenden Stellung hat Weiß im Läuferendspiel zwar einen Bauern mehr, es ist aber nicht ersichtlich wie er eigentlich weiterkommen will, da die schwarzen Bauern sicher auf den schwarzen Feldern stehen, und er nicht gleichzeitig angreifen und seine schwachen Bauern auf e5 und f3 schützen kann. Der folgende von F.X. angebotene Läufertausch leitet in ein klar verlorenes Bauernendspiel über, was umso überraschender ist, als F.X. das eigentlich im Schlaf wissen müsste.

Fast zeitgleich (nach 3:15 Stunden) erreichte Thomas Hummel (Brett 4) aus leicht gedrückter Stellung ein gutes Remis zum Zwischen Stand von 1,5:3:5.

Meine Partie (Brett 2) lief von Anfang an ungünstig, weil ich aus der Eröffnung gar nicht herausholen konnte und mein Gegner schnell Ausgleich erreichte. Insgesamt hatte ich in der Frühphase kein gutes Gefühl, was eine schlechte Voraussetzung für erhoffte Glanztaten ist. Am Ende muss ich eingestehen, dass ich zwei relativ einfache schwarze Züge einfach nicht gesehen habe. In der folgenden Stellung macht 20…Td8 die Misere des weißen Königs offensichtlich und es wir schwer, die Stellung zu halten.

Es folgte noch eine Möglichkeit auf Ausgleich, die ich mir wieder entwischen ließ. Stand es nach fast 3 1/2 Stunden schon 1,4:4,5.

Es spielte noch an Brett 6 unser dritter Ersatzmann Noah Lehner gegen den Schwabacher Routinier Helmut Hetzner eine irre Partie mit wilden Ausschlägen der Stellungsbewertung. Den Höhepunkt erreichte die Spannung bei folgender Stellung. Hetzner hatte die Qualität für zwei verbundene Freibauern gegeben, die sich gefährlich dem Umwandlungsfeld näherten.

Nach Noahs 6. Kf1?? hätte Schwarz mit 36..g2 tatsächlich noch gewinnen können, was nach 36…f2 nicht mehr möglich ist. Der feine Unterschied liegt darin , dass nach g2 der weiße König nach g3 gelangt wäre (geschützt vom Springer auf g4), auf f3 kommt der König allerdings nie. Dass Schwarz anschließend noch versucht, auf Sieg zu spielen, sichert Noah schließlich den Sieg. Bravo! 2,5:4,5

Zuletzt kämpfte noch unser Wolfgang Brunner (Brett 1) über die 4-Stunden-Marke ein letztlich verlorenes Endspiel, nachdem er im 45. Zug unnötig einen Bauern eingestellt hatte. Auch ohne den Bauernverlust wäre das Endspiel nicht einfach gewesen, aber doch haltbar.

So stand am Ende eine harte 2,5:5,5 Schlappe, die ohne die unnötigen Niederlagen an den Brettern 1-3 vermeidbar gewesen wäre.

Interessanterweise haben sich trotz der hohen Niederlage unsere Klassenerhaltschancen minimal verbessert, was auch an dem gestrigen Unentschieden der ersten Mannschaft gegen Forchheim liegen dürfte. Dennoch findet ein entscheidendes Spiel um den Klassenerhalt am nächsten Auswärtsspiel gegen die SG Büchenbach/Roth (01.02.26) statt!.

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