Regionalliga Nordost – Runde 6
In der sechsten Runde der Regionalliga Nordost empfing unsere erste Mannschaft Spitzenreiter SGem Fürth. Natürlich waren die Gäste deutlich favorisiert, aber nach dem starken Auftritt beim 4:4 in Forchheim gab es keinen Anlass sich zu verstecken. Am Ende stand dann doch mit 2,5:5,5 die höchste Saisonniederlage, wobei wir immerhin das erste Mal in dieser Saison nicht mit dem Ärger über verschenkte Punkte aus dem Wettkampf gingen.
Das erste Resultat gab es am Brett von Erwin Hirn, bei dem im frühen Mittelspiel der Punkt geteilt wurde. Mit Blick auf die anderen Partien musste man aber eher mit einer klaren Niederlage rechnen. Einzig Michael Iberl hatte früh eine angenehme Stellung und nutzte seinen Raumvorteil gekonnt aus. Sein Gegenüber bekam nie die Chance sich zu befreien und warf angesichts des unabwendbaren Matts das Handtuch. Dagegen fand Andreas Hierl gegen den aggressiven Ansatz seines Kontrahenten mit Tg1 und Vormarsch des g-Bauern kein Rezept und verlor früh Material. Er versuchte mit taktischen Verwicklungen den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, aber nachdem aus der Minusquali ein Minusturm geworden war, fiel Andreas im 40. Zug auf Zeit. Allerdings hätte es laut Partieeinagbe kurz davor eine taktische Ressource gegeben, die den kompletten Partieverlauf auf den Kopf gestellt hätte. Nach 4 1/2 Stunden Spielzeit liefen noch fünf Partien, wobei man an zwei Brettern deutlichen Nachteil hatte. Auch Ralf Seitner war im Mittelspiel unter Druck geraten, kam in arge Zeitnot und landete in einem Endspiel mit Minusbauer. Hier machte sein Gegner jedoch die Tür nochmal einen Spalt weit auf, Ralf investierte beinahe die kompletten 30 Restminuten und fand in einem Läuferopfer den einzigen Weg ins Remis. Jozef Smyk ließ einen unangenehmen Bauernzug zu, wonach sein Läufer zur Passivität verurteilt war. Dies führte später zu einem Bauernverlust, was im weiteren Verlauf einen weiteren Bauern kostete, wonach einer der Freibauern das Rennen machte. Sebastian Mösl hatte im Mittelspiel nicht immer die besten Entscheidungen getroffen und verlor in Zeitnot einen Bauern. Glücklicherweise tauschte sein Gegenüber ein Springerpaar ab, so dass Sebastian im Springerendspiel eine gute Verteidigungsstellung einnehmen konnte. Die Engine zeigt ab Zug 38 trocken 0.00 an, doch Schwarz unternahm noch veritable Gewinnversuche. So entstand ein schwarzes Freibauernpaar am Damenflügel, dafür hatte Sebastian einen Freibauern auf f6, was beide Springer zu Verteidigungsaufgaben zwang. Schwarz gab den c-Bauern auf, wonach beide Monarchen den Flügel wechselten und am Ende wären alle Bauern vom Brett gekommen. Andreas Niebler war von Anfang an in der Defensive und nach einigen Ungenauigkeiten vor der ersten Zeitkontrolle ging im Leichtfigurenendspiel der entscheidende Bauer verloren. Zuletzt spielte noch Lorenz Schilay, was angesichts des Eröffnungsverlaufs eher überraschend war. Im Autopilot brachte ihn schon der fünfte Zug in eine schwierige Stellung: das Zentrum war offen, der schwarze König aber noch in der Mitte. Trotzdem kam Lorenz mit nur einem Minusbauern davon, doch der gegnerische a-Freibauer war Hypothek genug. Allerdings gelang es ihm mit seiner Dame für Unruhe zu sorgen und nach einem Fehler des Gegners hatte Lorenz plötzlich zwei Bauern mehr, die Stellung war ob seines offenen Königs aber ausgeglichen. Ein paar Züge später übersah Lorenz jedoch einen taktischen Trick und war fortan mit Turm gegen Dame auf verlorenem Posten. Damit sind wir wieder ans Tabellenende gerutscht und müssen in der nächsten Runde nun unbedingt gewinnen.

