1. MannschaftSaison 25/26

Regionalliga Nordost – Runde 7

In der siebten Runde der Regionalliga Nordost gelang unserer ersten Mannschaft mit einem 5:3 bei SC Jäklechemie der längst überfällige erste Saisonsieg. Angesichts der zahlreich liegengelassenen Punkte gingen wir mit dem Rücken zur Wand in den Wettkampf und mussten obendrein das erste Mal in der Saison auf gleich zwei Stammkräfte verzichten. Allerdings waren unsere Ersatzspieler ja bislang Punktegaranten, während der Stammachter dreimal verloren hatte.
Zu Beginn sah es nach einem schwierigen Tag für uns aus, liefen wir doch früh an drei Brettern einem Bauern hinterher. Die überraschend schnelle Führung bescherte uns jedoch Lorenz Schilay am Spitzenbrett gegen einen der Top-Scorer der Liga. Lorenz stand von Anfang an bequem und profitierte dann von einem Blackout des Gegners, der die Dame kostete. Mattias Birkner hatte in der Eröffnung einen Bauern gegeben, in der Folge aber nicht die erhoffte Kompensation erhalten. Im Endspiel gelang es ihm jedoch den Bauern zurückzugewinnen und er sicherte ein für den Wettkampf psychologisch ganz wichtiges Remis. Jozef Smyk musste sich einem frühen Angriff am Königsflügel erwehren, sein Konter gewann jedoch die Qualität und diesen Vorteil verwertete er sicher. In der Partie von Andreas Niebler ließ sein Gegenüber den König in der Mitte, ließ eine Figur stehen und suchte die Entscheidung im Mattangriff. Diesen konnte Andreas abwehren und seinerseits ein erfolgreiches Mattnetz knüpfen. Damit hatten wir mal wieder eine 3,5-Führung, diesmal sogar zu 0,5, aber an den verbliebenen Brettern sah es nicht so rosig aus. Sebastian Mösl hatte wieder mal früh in der Partie viel zu viel Bedenkzeit verbraucht und musste dem gegnerischen Angriff mit weniger als fünf Minuten für 20 Züge standhalten. Daher hatte er auch nicht genügend Zeit das dargebotene Figurenopfer einzuschätzen, was sich im Nachhinein natürlich als ausgezeichnete Gewinnchance entpuppte. Ein paar Züge später unterlief ihm dann doch ein unerklärlicher Fehler und kurz vor der ersten Zeitkontrolle verpasste er die letzte Ausfahrt in eine haltbare Stellung. Wolfgang Brunner hatte in der Eröffnung eine gute Möglichkeit verpasst und geriet nach und nach in die Defensive, bis er einen Bauern verlor. Die Stellung verkomplizierte sich weiter, als der Gegner eine Figur gab und zwischenzeitlich drei Bauern dafür hatte. Die Enginebewertung variiert hier munter hin und her, bis ein drohendes Dauerschach seitens Wolfgang 0.00 auswirft. Der Versuch diesem zu Entkommen führte zu einem schnellen Matt und Wolfgang sicherte damit den wichtigen Mannschaftssieg. Ralf Seitner geriet früh in eine unangenehme Stellung, musste sein Läuferpaar aufgeben und bekam einen isolierten Doppelbauern. Er gab einen davon auf um die Damen vom Brett zu bekommen und visierte ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern an. Doch mit Türmen auf dem Brett gingen weitere Bauern über Bord und der Verlust war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Aber dann übersah der Kontrahent eine Verteidigungsressource und musste ob der Pattstellung von Ralfs König einsehen, dass die drei Mehrbauern nichts mehr wert waren. Die längste Partie des Tages gab es am Brett von Martin Simon. Dieser hatte früh einen taktischen Schlag übersehen, der einen Bauern kostete. Im Endspiel mit Turm und Springer ging ein Zweiter verloren und der zentrale Freibauer war eigentlich dafür bestimmt den Sieg einzufahren. Durch einen vorschnellen Vormarsch bekam ihn Martin jedoch vom Brett und das folgende Springerendspiel mit erst 3:2 und dann 2:1 Bauern am selben Flügel war zu halten. Leider verpasste Martin eine Abwicklung, in der Weiß nur der Randbauer übrig geblieben wäre und im 103. Zug unterlief ihm doch noch der entscheidende Fehler, wonach der weiße König seinen letzten Bauern einsammeln konnte. Nach 119 Zügen und über sechs Stunden Spielzeit musste er das Handtuch werfen. Durch den 5:3 Sieg gehören wir nun einem Quartett mit vier Punkten auf den Rängen sieben bis zehn an und sind dank 2,5 Brettpunkte Vorsprung über dem Strich.

Regionalliga Nordost

Ein seltenes Bild: die Endstellung von Ralfs Partie nach Lb6 axb6. Auch wenn Weiß nicht schlägt, ist die Stellung nicht zu gewinnen.

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