U20 Bezirksliga 1 – Runde 6+7
In der letzten Doppelrunde der U20 Bezirksliga 1 ging es für unser Team noch gegen den Abstieg, da man trotz ausgeglichenem Punktekontos auf Rang sechs rangierte. Umso wichtiger war es gegen den Vorjahresmeister TSV Cadolzburg zu punkten. Leonhard Franke kam schon in der Eröffnung zu einem starken Angriff und gewann sicher. Dagegen geriet Andreas Hierl im frühen Mittelspiel ob seines unrochierten Königs zusehends unter Druck und konnte die Stellung nicht halten. Henry Pham nutzte seine positionellen Vorteile und eroberte im Mittelspiel eine Qualität. Im Endspiel machte er sich das Leben nochmal schwerer als nötig, aber letztlich bekam er die gegnerischen Freibauern unter Kontrolle. Ivan Krushevsky hatte schon in der Eröffnung daneben gegriffen und verlor einen Bauern. Er versuchte am Königsflügel anzugreifen und opferte seinen Springer auf h7. Objektiv ist das Opfer nicht korrekt, angesichts der schlechten Stellung war es aber der beste Versuch. Umso mehr als sein Gegenüber das Opfer nicht annahm und die Stellung wieder im Ausgleich war. Und es kam noch besser: mit zwei Türmen rückte Ivan dem offenen schwarzen Monarchen zu Leibe und knüpfte erfolgreich ein Mattnetz.
Durch diesen wichtigen Erfolg verließen wir die Abstiegsränge, doch es galt noch einmal nachzulegen. Auf dem Papier waren wir gegen das punktlose Schlusslicht SW Nürnberg Süd 2 natürlich klarer Favorit, aber DWZ gewinnt bekanntlich keine Partien. Doch schon nach 20 Minuten hatte Leonhard die Führung eingetütet, nachdem sein Gegner die Dame verloren hatte. Andreas und Henry legten alsbald nach und Ivan profitierte davon, dass seine Gegnerin den dargebotenen Turm nahm ohne die Mattdrohung zu würdigen. Somit stand nach gerade mal einer Stunde ein 4:0, womit wir im Endklassement mit 9:5 Punkten den dritten Platz belegten. Souveräner Meister wurde mit sieben Siegen der klare Ligafavorit SC Noris Tarrasch Nürnberg 2 vor dem SC Uttenreuth (10:4). Die Vize-Meisterschaft wäre ohne die Turbulenzen in der ersten Doppelrunde drin gewesen, aber es hätte auch ganz bitter enden können.

