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8. Runde der Regionalliga Nord-Ost: Tapfer gekämpft, knapp verloren

In der achten Runde der Regionalliga Nord-Ost empfingen wir mit Altensittenbach den Landesliga-Absteiger und aktuellen Aufstiegsfavoriten. Die Rollen waren damit klar verteilt: Während die Gäste um den Wiederaufstieg spielen, kämpfen wir um den Klassenerhalt.

Umso wichtiger war die gemeinsame Vorbereitung am Freitagabend – Vereinsabend, Mannschaftsbesprechung, gemeinsame Vorbereitung und motivierendes Zusammensitzen in einem. Die Stimmung war gut, die Vorfreude groß. Leider reichte die Einstimmung am Ende nicht ganz aus: Altensittenbach setzte sich mit 4,5 : 3,5 durch und nahm beide Mannschaftspunkte mit nach Hause.

Ein Fehlstart, der weh tat

Der Spieltag begann denkbar ungünstig: Sebastian musste am Sonntagmorgen krankheitsbedingt absagen. Ersatz war in den verbleibenden knapp zwei Stunden nicht mehr aufzutreiben – zu viele Termine und Verpflichtungen verhinderten eine Nachbesetzung. Damit lagen wir noch vor dem ersten Zug 0:1 zurück – ausgerechnet an Brett 7, wo unser Sebi bisher eine starke Saison spielte und mindestens ein halber Punkt eingeplant war.

Frühes Remis, knapper Rückstand

Jozef (Brett 3) erwischte den besseren Start: Seine Vorbereitung saß, und er stellte seinen Gegner, FM Röder, früh vor die Wahl – Stellungswiederholung oder eine objektiv leicht schlechtere Fortsetzung. Röder riskierte Letzteres, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Da Jozef mit einem Remis zufrieden war und dies auch dem ursprünglichen Matchplan entsprach, einigte man sich auf Remis. Zwischenstand: 0,5 : 1,5.

Andreas N. (Brett 8) zog wenig später nach: Eine solide, fehlerfreie Partie, in der nach zahlreichen Abtäuschen beidseitig nichts zu holen war. Remis – 1 : 2.

Auf und ab auf den Mittelbrettern

Andreas H. (Brett 5) kam zunächst schlecht aus der Eröffnung, kämpfte sich jedoch wieder ins Spiel – nur um in einem unachtsamen Moment einen Springer einzustellen. Die sofortige Aufgabe war die logische Folge. 1 : 3.

Für den Lichtblick des Tages sorgte dann Martin (Brett 6). Nach schwierigen Runden zuvor zeigte er diesmal eine souveräne Leistung, lehnte entschlossen ein Remisangebot ab und nutzte einen Fehler seines Gegners eiskalt zum Sieg. Ein verdienter Erfolg und ein Motivationsschub für die Mannschaft! 2 : 3.

Schwere Zeitnot und ein starker Kampfgeist

Erwin (Brett 4) bekam es mit einem Nimzo-Inder (in leicht veränderter Zugfolge) zu tun und geriet früh unter Druck. Noch vor Zug 30 war seine Bedenkzeit fast restlos aufgebraucht. In der Zeitnotphase – teils mit nur einer Sekunde auf der Uhr – kämpfte er tapfer, konnte die Partie aber nach einem Entlastungsopfer nicht mehr halten. 2 : 4.

Da noch zwei Partien liefen, mussten beide gewonnen werden, um das Blatt noch zu wenden – ein schwieriges Unterfangen.

Spannung auf den Spitzenbrettern

Ralf (Brett 2) verwechselte in der Eröffnung zwei Varianten und sah sich gezwungen, einen Bauern zu opfern. Der Gegner verzichtete jedoch – wohl zurecht – auf dessen Annahme, und nach mancherlei Abtäuschen entstand ein ausgeglichenes Mittelspiel. Als Ralfs Remisangebot abgelehnt wurde, riskierte er in der gegnerischen Zeitnotphase eine spekulative Fortsetzung, die sich als Fehler herausstellte. Doch in dem entstandenen Turmendspiel mit aktiven weißen Freibauern wendete sich das Blatt: Der Gegner griff als Letzter fehl, und Ralf holte überraschend den ganzen Punkt! 3 : 4.

Alle Augen richteten sich nun auf Brett 1, wo Lorenz eine solide Partie spielte, aber stets leicht unter Druck stand. Dank zäher Verteidigung und etwas Fortune – der Gegner übersah einen möglichen Bauerngewinn – erreichte Lorenz schließlich ein verdientes Remis durch Stellungswiederholung. Ein starkes Ergebnis gegen einen höher bewerteten Gegner, doch insgesamt leider ein halber Punkt zu wenig. Endstand: 3,5 : 4,5.

Blick nach vorn

Trotz der knappen Niederlage zeigte unsere Mannschaft eine geschlossene und kämpferische Leistung – der Unterschied zwischen beiden Teams war kaum spürbar und unser Team hat bewiesen, dass es auch gegen Favoriten bestehen kann. Mit ein wenig mehr Glück wäre sogar ein Punktgewinn drin gewesen.

Am 26. April geht es weiter beim Abstiegskonkurrenten Schwarz-Weiß Nürnberg Süd 2. Mit einem Sieg dort kann der Klassenerhalt weiterhin sichergestellt werden.

Wer die Partien nachspielen möchte, findet sie unter:
ligamanager.schachbund-bayern.de

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