Jugend 25/26Saison 25/26

DeutscheEM 2026

Vom 23. – 31. Mai finden wieder die Deutschen Jugend-Meisterschaften in Willingen statt und der Schachklub Neumarkt ist wie im Vorjahr in Person von Laura Sophie Bauer, Andreas Hierl, Sebastian Goehrke sowie Betreuer Kevin Beesk vertreten. Laura geht in der U16w von #4 aus ins Rennen und möchte gerne wieder bei der großen Siegerehrung auf der Bühne stehen, so wie 2025 als Fünfte. Andreas ist in der U25A als #49 fast am Ende der Setzliste und wird versuchen gegen Gegner bis über 2200 sein Vorjahresergebnis (3,5/9) zu toppen. Sebastian tritt erneut in der U25C, die er letztes Jahr sensationell um ein Haar gewonnen hätte. Allerdings gab es eine Änderung: es wurde neu eine U25D eingeführt und die U25C für Spieler zwischen 1300 und 1650 ausgeschrieben. Daher ist Sebastian als #45 knapp in der unteren Hälfte der Setzliste, aber wer weiß wo die Reise hingeht, wenn er wieder einen Lauf starten kann. Daumen drücken!

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Live-Übertragung der Siegerehrung ab 19h

Sebastian spielt in der letzten Runde remis und verpasst um einen halben Buchholzpunkt das Podest. Doch wie im Vorjahr darf er als Vierter bei der Siegerehrung erneut auf die große Bühne. Andreas verliert die letzte Partie und beendet das Turnier auf Rang 31, Laura spielt remis und landet auf Platz 18.
Für den ersten Neumarkter Sieg bei einem Turnier der DJEM sorgte Kevin Beesk, der den Dabei-Cup – „das wichtigste Turnier der DJEM“ gewinnen konnte.

Die DEM beginnt traditionell mit einer Doppelrunde und Sebastian ging zum Auftakt gleich wieder aggressiv zu Werke. Mit Lxf7 hielt er den schwarzen König in der Mitte und nutzte die erstbeste Gelegeneheit zu einem hübschen Schwalbenschwanzmatt. In Runde zwei suchte er wieder den direkten Weg zum gegnerischen König. Allerdings schlug sein Bauernopfer nicht durch und alsbald wurde Sebastian ausgekontert.
Bei Andreas entstand eine komplizierte Mittelspielstellung mit viel Material auf dem Brett. Es wurde laviert, aber kein Spieler kam so richtig weiter, weshalb nach der ersten Zeitkontrolle der Punkt geteilt wurde. In Partie zwei brachte ein verschenktes Tempo dem Gegner die Initiative und wenig später übersah Andreas einen Doppelangriff.
Laura opferte zum Auftakt eine Qualität, um an den in der Mitte verbliebenen König der Gegnerin heranzukommen. Leider fand sie dann den Gewinnzug nicht und hatte noch Glück, dass ihre Kontrahentin ebenfalls eine gewinnträchtige Fortsetzung übersah und mit Dauerschach zufrieden war. Am Nachmittag hätte Laura besser einen Springer im Mittelspiel getauscht, denn in der Folge wurde sie durch das agile Springerpaar der Gegnerin zurückgedrängt. Die aktiveren Figuren bescherten dieser erst einen Bauern- und später einen Figurengewinn.

Runde 1:
U16w: Laura Sophie Bauer – #19 Svenja Hoffmann (Schachzwerge Magdeburg) remis
U25A: Andreas Hierl – #23 David Tulchynsky (KSV Rochade Göttingen) remis
U25C: Sebastian Goehrke – #5 Frederik Optendrenk (Schachfüchse Kempen 1986) 1:0

Runde 2:
U16w: #13 Anastasia Richter (SV Königsjäger Süd-West) – Laura Sophie Bauer 1:0
U25A: #15 Christian Zobel (SF Berlin 1903) – Andreas Hierl 1:0
U25C: #7 Eva Krannich (Sfr. Heidesheim) – Sebastian Goehrke 1:0

Sebastian fand sich heute in einer verschachtelten Mittelspielstellung ohne Damen wieder. Als sein Gegner am Königsflügel die Stellung öffnete gewann Sebastian zwei Bauern. Mit den nun aktiveren Figuren ließ er sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann dank seiner Freibauern weiteres Material.
Auch Andreas war für die Stellungsöffnung besser aufgestellt als sein Gegenüber und bekam eine komfortable Angriffsstellung, die er zum Sieg führte.
Laura griff bei heterogenen Rochaden am Königsflügel an und gewann mit einer Opferkombination einen ganzen Turm.

Runde 3:
U16w: Laura Sophie Bauer – #29 Maida Fetahovic (SG Solingen) 1:0
U25A: Andreas Hierl – #34 Paul Gregor Langer (SG Blau-Weiß Stadtilm) 1:0
U25C: Sebastian Goehrke – #15 Julian Cwiklik (SC Postbauer-Heng) 1:0

Sebastian landete in einer Karlsbader Struktur, in der sein Gegenüber mit mehr Figuren ohne Risiko am Königsflügel angreifen konnte, da Sebastian kein Gegenspiel hatte. So schlug der Angriff alsbald durch und der schwarze König war Matt.
Andreas nutzte den Umstand, dass der gegnerische König in der Mitte verblieben war zu einem Qualitätsopfer. In der resultierenden Stellung hätte er mit seinem Läuferpaar gute Aussichten gehabt, war aber mit einem Remis zufrieden.
Bei Laura ging es zügig in ein Endspiel mit je zwei Springern, in dem man sich friedlich einigte.

Runde 4:
U16w: #21 Anna Färber (SV 1947 Walldorf) – Laura Sophie Bauer remis
U25A: #21 Meikel Jenner (SVG Saarbrücken 1970) – Andreas Hierl remis
U25C: #3 Paul Hübner (SG Blau-Weiß Stadtilm) – Sebastian Goehrke 1:0

Sebastian hatte bereits eine schöne Angrifsstellung bei hetereogenen Rochaden auf dem Brett, als ein Figurengewinn für die sofortige Aufgabe der Gegnerin sorgte. Am Nachmittag ging es schnell ins Endspiel mit Turm, Läufer und Springer, wobei Sebastian die bessere Bauernstruktur hatte. Mit aktivem Spiel belagerte er die gegnerischen Schwächen, gewann zwei Bauern, marschierte mit seinem a-Bauern durch und sorhgte damit für den ersten Schwarzsieg (abgesehen von Kevins Schwarzsieg im Dabei-Cup).
Andreas bekam es überraschend mit dem Setzlistenesten (2258) zu tun, der erst eineinhalb Zähler auf dem Konto hatte. Andreas gab früh das Läuferpaar ab und rochierte lang. Daraufhin wurde er am Damenflügel attackiert, Andreas versuchte mit einem Figurenopfer am Königsflügel dagegen zu halten, bekam aber nicht wirklich einen Angriff zu Stande und musste die Waffen strecken. In der zweiten Partie opferte Andreas zwei Figuren für Turm und zwei Bauern und in beiderseitiger Zeitnot wurde in unklarer Stellung der Punkt geteilt.
In der Vormittagspartie von Laura verpassten beide Seiten in der ersten Zeitnotphase eine aussichtsreiche Chance. Nach der Zeitkontrolle hatte Laura zwar einen Mehrbauern, aber im Damenendspiel auch kein sicheres Versteck für ihren König. In den folgenden 65 Zügen bekam sie ihren entfernten Freibauern bis nach a7, aber für ihren König gab es nach wie vor kein Entrinnen aus dem Schachregen. Am Nachmittag hatte ihre Gegnerin dank des e5-Bauern Raumvorteil und obendrein das Läuferpaar. Laura suchte ihr Heil mit einem Angriff am Königsflügel, was jedoch eher der Kontrahentin in die Karten spielte. Mit zwei Minusbauern ging es ins Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das jedoch nicht zu halten war.

Runde 5:
U16w: Laura Sophie Bauer – #22 Linnea John (SV Königsjäger Süd-West) remis
U25A: #1 Felix Reichmann (SV Empor Berlin) – Andreas Hierl 1:0
U25C: Sebastian Goehrke – #54 Barbara Subocz (SAV Torgelow-Drögeheide 90) 1:0

Runde 6:
U16w: #23 Martha Polster (SchVgg Blankenese von 1923) – Laura Sophie Bauer 1:0
U25A: Andreas Hierl – #39 Arne Kaplan (Barnimer SF im SV Stahl Finow) remis
U25C: #19 Antonia Blome (Hamburger SK von 1830) – Sebastian Goehrke 0:1

Sebastian hatte die Karlsbader Struktur diesmal von der weißen Seite aus. Sein Vormarsch am Königsflügel erzeugte keinen Druck und er verlor am Damenflügel einen Bauern. Kurz darauf hätte noch ein Zweiter über Bord gehen können, doch stattdessen gewann Sebastian den Bauern zurück. Und es kam noch besser: der gegnerische Springer hatte sich am Rand vergaloppiert und mit zwei Figuren für den Turm in Verbindung mit seinem Freibauernpaar bog Sebastian auf die Siegerstraße ein.
Andreas übernahm im Mittelspiel die Initiative, verpasste aber leider eine stärkere Fortsetzung als seinen Bauerngewinn. Danach ging es zügig ins Turmendspiel, in dem der isolierte Mehrbauer nicht zu halten war.
Laura nutzte den in der Mitte verbliebenen gegnerischen König zu einem konsequenten Angriff aus, der alsbald Material einbrachte.

Runde 7:
U16w: Laura Sophie Bauer – #26 Katharina Stürbel (Schachzentrum Bemerode) 1:0
U25A: #31 Linus Kraus (SK Turm Schiefbahn 1931) – Andreas Hierl remis
U25C: Sebastian Goehrke – #25 Azat Hildebrand (TSG Oberschöneweide) 1:0

Sebastian hatte heute einen schönen Vorposten auf e4 für seinen Springer. Als die Gegnerin die Stellung öffnete, um ihr Läuferpaar zur Geltung zu bringen, gewann Sebastian einen Bauern. Diesen wollte die Gegnerin gleich zurückgewinnen, doch dies bescherte Sebaastian ein ganzes Füllhorn an taktischen Motiven – Abzugsangriff, Räumung, Ausschalten der Verteidigung durch Ablenken – was in einem schnellen Matt mündete. Mit seinem vierten Sieg in Serie ist das der erhoffte Lauf, der ihn bis auf Rang vier nach vorne katapultierte. Damit spielt er wie im Vorjahr in der letzten Runde gegen den Führenden und hat einen Podestplatz in der eigenen Hand!.
Andreas war im Mittelspiel unter Druck geraten, konnte aber in ein Leichtfigurenendspiel abwicklen, bei dem Remis das logische Resultat gewesen wäre. Allerdings ließ sein Gegner den Tausch aller Figuren zu und das Bauernendspiel war für Andreas gewonnen, der mit nun 4/8 (Rang 27) bereits sein Vorjahresergebnis verbessert hat.
Bei Laura wogten die Chancen auf Vorteil hin und her, bis sie kurz vor der ersten Zeitkontrolle erstmals klar besser stand. Ein hübsches Läufermanöver hatte sie zwar nicht auf dem Schirm, aber auch das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern wäre zu gewinnen gewesen. Leider beorderte Laura ihren König nicht zum Damenflügel, um ihre dortigen Freibauern zur Geltung zu bringen und musste sich mit einem Unentschieden begnügen.

Runde 8:
U16w: #25 Theresa Schube (SV Werder Bremen) – Laura Sophie Bauer remis
U25A: Andreas Hierl – #32 Louis Nopper (Schachfüchse Kempen 1986) 1:0
U25C: #22 Laura-Alice Stoos (SC Dreiländereck) – Sebastian Goehrke 0:1

Im Kampf um das Podest hatte Sebastian einen angenehmen Raumvorteil, doch in der geschlossenen Stellung wollte keine Seite das Risiko erhöhen und so wurde der Punkt geteilt (tatsächlich war es das erste Remis von Sebastian in Willingen in der 18. Partie). Damit lag er im Zwischenklassement auf Rang drei und einige Partien liefen in die gewüschte Richtung, aber nach 4 1/2 Stunden wurde dann doch ein haltbares Turmendspiel verloren und Sebastian um einen halben Buchholzpunkt vom Podest verdrängt.
Andreas bekam es zum dritten Mal in diesem Turnier mit einem CM jenseits der 2100 zu tun. Dieser begann gleich mal mit h4 und a4 und spielte fast alle Züge innerhalb des Inkrements. Andreas kam ohne Probleme in ein ausgeglichenes Springerendspiel, in dem er dann aber ohne Not einen Bauern verlor und wenig später aufgeben musste. Damit beendet Andreas das Turnier auf Rang 31.
Wenn in der letzten Runde die Setzlistenvierte und -dritte an Brett 8 aufeinandertreffen, weiß man dass beide mit ihrem Turnierverlauf nicht zufrieden sein werdne. Entsprechend wurde in einer geschlossenen Stellung früh der Punkt geteilt und Laura landete auf Platz 18.
Und ein weiterer Neumarkter stand bei der Siegerehrung auf der großen Bühne und das erstmals in der Vereinsgeschichte als Sieger eines Turniers bei der DJEM. Kevin spielte das Betreuer- und Gästeturnier, den Dabei-Cup mit – „das wichtigste Turnier der DJEM“. Er gewann sechs der sieben Partien und musste sich nur Jonathan Miller (SK Johanneum Eppendorf) in Runde zwei geschlagen geben. Dieser holte zwar 6,5 Zähler, aber das Turnier wird im Keizer-System durchgeführt, in der man die Rangpunkte der besiegten Gegner bekommt (die Hälfte bei Remis). Und hier hatte Kevin mit 369:362 die Nase vorne und damit das Turnier gewonnen.

Video der Siegerehrung (Siegerehrung Dabei-Cup 1h14, Siegerehrung U25C 1h28).

Runde 9:
U16W: Laura Sophie Bauer -#3 Johanna Richter (Sfr. Heidesheim) remis
U25A: #6 Merlin Mänken (SG Solingen) – Andreas Hierl 1:0
U25C: Sebastian Goehrke – #23 Adam Wolf (Vorwärts Orient Mainz) remis

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