AllgemeinSaison 25/26Turniere 25/26

Vereinspokal 2026 – Ralf Seitner holt den Pott!

Im wahrsten Sinne des Wortes „heiß her“ ging es im ersten Durchgang des großen Pokalfinales. Zur Erinnerung: wegen des Doppel-Eliminationsmodus hat Ralf Seitner (der noch nicht verloren hatte) einen Freischuss, während Andi Hierl Ralf in zwei aufeinanderfolgenden Spielen bezwingen müsste, um Pokalsieger zu werden.

Ralf kam mit einem kleinen Vorteil aus der Eröffnung, der sich jedoch zu Andis Gunsten wendete, als Ralf einen Bauern fraß und Andi seine Figuren aktiv gegen den feindlichen König richten konnte.

Der Druck auf f2 ist schon unangenehm und man kann Andis Zug 27…Td2? durchaus nachvollziehen. Besser wäre allerdings der prophylaktische Zug 27…h5! gewesen, weil er dem Springer das wichtige Feld g4 verwehrt, von wo aus er f2 verteidigt und die Dame und h6 angreift. Td2 läuft schließlich nicht davon…

Wie auch immer, Ralf konnte sich aus der Umklammerung befreien und Andi sah sich kurz darauf genötigt, seine Dame für einen Turm und einen Springer zu geben, so dass dieses für Weiß klar bessere Endspiel entstand:

Der Bauer b3 ist nicht zu retten und Ralf entschied sich hier für das Qualitätsopfer 38.Txd4? mit der Hoffnung auf Damenaktivität, was allerdings fast den ganzen Vorteil vergibt. Stattdessen hätte der feine Zug 38. De1! die Dame auch ohne Opfer aktiviert. Es droht De5+ mit Gewinn des Bauern c5, und falls Tc8 zur Deckung des Bauern c5, geht sogar b4!
Zwei koordinierte Türme können praktisch jeden Freibauern aufhalten und die Partie blieb lange in der Remisbreite. Ralfs einziger Gewinnplan bestand im Grunde darin, mit Dame und Bauern dem entblößten schwarzen König auf die Pelle zu rücken. Ralf machte in dieser Hinsicht auch Fortschritte, benötigte aber noch Andis Mithilfe, der inzwischen nur noch mit Sekunden auf der Uhr spielte. In komplizierter Stellung unterlief ihm dann der unscheinbare Fehler:

Der Vorstoß des weißen Bauern nach f6 ist praktisch nicht mehr zu verhindern mit der Drohung Dg7+ und dem Gewinn des Bauern f7 und der Partie. Andi zog hier 56…Ta4?? und gab Ralf direkt die Möglichkeit zu Dg5+ gefolgt von f6.
Einzig der Zug 56…Th3+! hätte das Remis gehalten, mit der Idee

  • das Feld g7 mit Th7 decken zu können und
  • Grundreihenschachs durch Rückzug des Turms nach a8 zu verhindern.

Mit wenigen Sekunden auf der Uhr war das praktisch nicht zu sehen und Andi strich nach wenigen Zügen die Segel!

Ralf Seitner (Mitte), Andi Hierl (rechts) und Jozef Smyk (links)

Damit sichert sich Ralf Seitner erstmals den Vereinspokal, nach einem enttäuschenden siebten Platz im Vorjahr (Niederlage gegen Andi!) und einer Finalniederlage 2024. Herzlichen Glückwunsch!

Endstand und Turnierbaum

Rundenberichte

Runde 1
Runde 2
Runde 4
Runde 5
Halbfinale

Super-Cup

Durch seinen zweiten Platz konnte Andi die Führung im Super-Cup vor Sebi etwas ausbauen aber es bleibt spannend.

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